Translated German interview with Elvis

Pretty self-explanatory
johnfoyle
Posts: 14141
Joined: Wed Jun 04, 2003 4:37 pm
Location: Dublin , Ireland

Translated German interview with Elvis

Postby johnfoyle » Fri May 25, 2012 5:49 pm

Google translation after the German text -

http://www.rollingstone.de/news/meldung ... -sein.html

25. Mai 2012

von Jacqueline Blouin

Meldungen

Elvis Costello: „Ich kann immer noch ein Bad Boy sein“
Bald wird in Hamburg am Glücksrad gedreht: Elvis Costello kommt am 3. Juni für ein exklusives Konzert nach Deutschland. Mit uns sprach er über Vatergefühle, seinen Ärger über moderne Soundqualität, die Zusammenarbeit mit seiner Frau und seinen Zweitjob als Zirkusdirektor.


Mr. Costello, was macht den Reiz der „The Spectacular Spinning Songbook“-Konzerte aus?

Der Abend mit uns ist durch diese neue Ebene kein gewöhnliches Konzert-Erlebnis. Ich würde es eher als eine Art Vaudeville-Show bezeichnen, ein Karneval. Wir haben ein riesiges Rad auf der Bühne, darauf stehen 30 Songtitel und 10 Joker. Meine Assistentin – eine 1.80m große attraktive Ukrainerin in einem sehr ansprechenden Kostüm – holt die Zuschauer auf die Bühne und die drehen dann das Rad. So werden die Songs die wir spielen zufällig ausgewählt. Die Leute mögen es Teil der Show zu sein, manchmal kriegen wir sie fast nicht mehr von der Bühne.

Wer hat diese 30 Songs vorher ausgewählt?

Wir - und jedes Mal schreiben wir andere Songs aufs Rad; die Band hat also ein enormes Repertoire. Auf der Tour haben wir schon über 160 verschiedene Songs gespielt. Kein Song wird benachteiligt behandelt und auch vergessene Songs bekommen so eine neue Chance zu leben. Außerdem bewahrt diese Mischung die Zuschauer vor der Nostalgie-Falle.

Bewahrt Sie dieses Konzept auch davor sich selbst zu langweilen?

Natürlich. So hat jede Show eine ganz andere Lebendigkeit. Wir sind viel wacher und überraschen uns manchmal selbst; so etwas spürt das Publikum. Wir werden dadurch nie zu routiniert. Einmal zum Beispiel ging die Bassdrum kaputt und musste während des Konzertes repariert werden. Wir haben dann das Rad weitergedreht und es zeigte ausgerechnet „Alison“ an – eigentlich ein Band-Song. Aber ich habe ihn ganz alleine auf der Gitarre gespielt und der Song hat sich dadurch für mich ganz neu erschlossen. Er fühlte sich so pur an – als ob ich ihn gerade erst geschrieben hätte.

Gibt es auch Songs auf die Sie keine Lust mehr haben?

Nein, eigentlich nicht...und wenn es wirklich ganz schlimm ist, schreibe ich sie einfach nicht aufs Rad. (lacht)

Sie geben in der Show auch eine Art Moderator...

Ja, ich bin nicht nur Musiker, sondern zusätzlich der Zirkusdirektor, der die Leute unterhält. Dadurch entwickeln sich zwei Ebenen. Nun, sie wissen ich bin Engländer – eigentlich versteht man unseren Humor nicht; aber in dieser Rolle klappt das ganz gut. Nur manchmal weiß ich nicht ob die Leute merken, dass die Show auch eine Satire auf die Popkultur ist – das Ganze sieht aus wie eine Art Game-Show, aber man kann keinen Kühlschrank gewinnen; was man aber gewinnt sind gute Songs.

Zuletzt gab es Irritationen über Ihr Verhältnis zu England, fühlen Sie sich mittlerweile als Amerikaner?

Ich habe mich nie als Engländer, aber auch nie als Amerikaner gefühlt. Ich glaube, ich brauche einfach keine nationale Identität. Und ich bin auch nicht nach Mississippi, New Orleans oder Nashville gegangen um dort Amerikaner zu werden – ich bin immer einfach dahin gegangen wo die Musiker waren, mit denen ich arbeiten wollte. Ich fühle mich wie ein Schauspieler am Drehort.

Vor einiger Zeit sagten Sie, Sie hätten seit 16 Jahren keinen Urlaub gemacht – was macht Sie so rastlos?

Also mittlerweile habe ich doch Urlaub gemacht – mit zwei kleinen Söhnen ist das unvermeidlich – aber es fällt mir nicht leicht. Es gibt so viele Projekte und Ideen und außerdem liebe ich das Leben auf Tour.

Kommen Ihre Söhne bei so viel Arbeit nicht zu kurz?

Das ist der einzige Wermutstropfen, das macht mich immer sehr traurig. Mit dem Tod meines Vaters im letzten Jahr wurde mir bewusst, welche Verantwortung ich gegenüber meinen Kindern habe und das die gemeinsame Zeit begrenzt ist. Ich muss für sie da sein, aber ich muss auch arbeiten. Außerdem sind meine Konzerte mein Lebenselixier und ich bin leider auch nicht so reich, dass ich nicht arbeiten müsste.

Aber Sie haben doch für sehr viel Geld große Teile Ihres Kataloges an Universal Music verkauft...

Das stimmt und die veröffentlichen jetzt alles immer wieder. Als sie vergangenes Jahr das Box-Set „The Return Of The Spectacular Spinning Songbook“ für einen unfassbar hohen Preis verkauft haben, musste ich einfach einschreiten. Ich habe allen gesagt, sie sollen dieses Produkt bloß nicht kaufen. Diese Leute können ja jetzt nicht einfach alles in meinem Namen machen, nur weil sie die Rechte an ein paar Song besitzen.

Werden Sie bald eine Autobiografie schreiben?

Nein, jedenfalls nicht in der Art „Ich war da und dann passierte das und dann lernte ich den kennen...“ - wen interessiert das? Soll ich erklären warum ich so ein „Bad Boy“ war und jetzt nicht mehr bin? Ich kann immer noch so „bad“ sein wie sie wollen, aber ich muss das nicht beweisen. Ich arbeite aber tatsächlich an einem Manuskript; es wird eher eine Art Roman mit autobiografischen Einflüssen.

Warum ist bisher kein neues Album in Planung – weil sie der Qualität von MP3 misstrauen?

Ja, ich misstraue der Qualität von MP3 in höchstem Masse. Wir arbeiten im Studio so hart an einem guten Sound und dann setzt man sich die Kopfhörer auf und es klingt einfach nur grauenhaft. Dann ist ja die ganze Arbeit umsonst. Wenn es eine Möglichkeit gäbe die Lieder in wirklich guter Qualität zu downloaden, würde ich es mir überlegen. Aber die Leute haben ja nicht die Geduld 15 Minuten lang einen einzelnen Song herunterzuladen. Nein, unter solchen Umständen möchte ich nichts veröffentlichen. Neue Songs stelle ich live vor.

Sie haben immer viel Wert auf Kollaborationen gelegt – Ihre beste Zusammenarbeit?

Manchmal kann ich nicht glauben, dass ich mit Paul McCartney nicht nur bei einem – sondern gleich bei zwölf Songs zusammengearbeitet habe. Zwölf Songs mit Paul McCartney! Auch meine Frau hat schon mit ihm kollaboriert – meine Söhne können von sich behaupten, dass beide Eltern mit einem Beatle im Studio waren. Wer kann das schon? Burt Bacharach ist auch so eine Legende und ich fühlte mich sehr geehrt, als er nach einer Zusammenarbeit fragte. Die Künstler haben eigentlich immer mich angefragt; ich habe nicht an Burts und Pauls Tür geklopft. Letztens habe ich übrigens einen Country-Song mit Kris Kristofferson und Rosanne Cash aufgenommen – ich hoffe er wird veröffentlicht.

Auch mit Ihrer Frau Diana Krall haben Sie gearbeitet, wie kann man sich diesen Prozess vorstellen?

Ich habe nicht im klassischen Sinne mit ihr geschrieben, ich war mehr eine Art lyrischer Helfer. Als Dianas Mutter starb, war das eine sehr schwere Zeit für sie. Sie hat sehr viel Tagebuch geschrieben und ich habe diese Fragmente in Zusammenarbeit mit ihr in Songs verarbeitet. Ihr neues Album ist übrigens die beste Arbeit die sie je gemacht hat. Der Witz und der Charme, den sie auf der Bühne schon lange hat, spiegelt sich endlich auch in ihren Aufnahmen wieder.

Haben Sie diesmal auch mitgeschrieben?

Nein, bei diesem Album hat sie mir nicht viel zu verdanken. Ich habe nur ein bisschen in der Band mitgespielt; ehrlich gesagt, habe ich es geliebt nur ein Bandmitglied zu sein und keinerlei Verantwortung zu haben. Ich war einfach nur der Typ mit der Ukulele.

Sie haben Ihre Wurzeln in Liverpool. Nun also die unausweichliche letzte Frage: Wer ist Ihr Lieblings-Beatle?

Ach so, ich dachte schon sie fragen mich jetzt wer als nächstes den FC Liverpool trainieren sollte. Die Arbeit mit Paul war unvergesslich, ich bewundere ihn sehr. John habe ich leider nie getroffen, aber das wäre sicher interessant geworden...George ist auch fantastisch – ach, sie wussten doch genau, dass ich auf diese Frage nicht antworten würde.


Elvis Costello: "I can still be a Bad Boy"


Soon be shot in Hamburg at the wheel of fortune: Elvis Costello is on 3 June for an exclusive concert in Germany. With us, he talked about paternal feelings, his anger at modern sound quality, together with his wife and his second job as a ringmaster.


Mr Costello, what makes the charm of "The Spectacular Spinning Songbook" from concerts?


The evening is with us through this new level of no ordinary concert experience. I would rather call it a kind of vaudeville show, part carnival. We have a huge wheel on stage, it has 30 song titles and 10 wild cards. My assistant - a 1.80m wide at a very attractive attractive Ukrainian costume - brings the audience onto the stage and turn the dial Thus we play the songs randomly. People like it to be a part of the show, sometimes we get it almost impossible from the stage.

Who chose these 30 songs before?

We - and every time we write other songs on the bike, so the band has an enormous repertoire. On the tour we have played over 160 different songs. No song will be treated and discriminated and forgotten songs have as a new chance to live. In addition, this mixture keeps the audience in front of the nostalgia trap.

Protects you against this concept is also bored with yourself?

Of course. So each show a different vitality. We are much more alert and even sometimes surprise us, the audience feel something. We will therefore never be routine. Once, for example, broke down the kick and had to be repaired during the concert. We then turned on the wheel and it was just "Alison" on - actually a band song. But I've played it all by himself on the guitar and the song has opened up for me this brand new. He felt so pure - as if I would have just been written.

Are there any songs that you do not want more?

No, not really ... and if it's really bad, I write not just his bike (laughs)

They give the show a kind of moderator ...

Yes, I am not only musicians but also the ringmaster who entertains people. This will develop two levels. Well, they know I'm British - actually refers to our sense of humor is not, but in this role it works quite well. But sometimes I do not know if people realize that the show is a satire of pop culture - the whole thing looks like a game show, but you can not win a fridge, what you win but are good songs.

Finally, there was confusion about your relationship to England, do you feel now as an American?

I was never an Englishman, but never felt as an American. I think I just need no national identity. And I also do not in Mississippi, New Orleans or Nashville I went there to become Americans - I'm just always gone to where the musicians were, I wanted to work with. I feel like an actor on the set.

Some time ago you said you had made no vacation for 16 years - what makes you so restless?

So now I leave it on the table - two young sons, is the inevitable - but it is not easy for me. There are so many projects and ideas, and besides, I love life on tour.

Do your children with so much labor is not too short?

This is the only drawback that always makes me very sad. With the death of my father last year, I realized how much responsibility I have towards my children and their time together is limited. I must be there for them, but I have to work too. In addition, my concerts are my lifeblood and I'm unfortunately not so rich that I would not have to work.

But you have sold a lot of money for a large part of your catalog to Universal Music ...

That's right, and now publish all over again. When they sold last year, the box set "The Return Of The Spectacular Spinning Songbook" for an incredibly high price, I just had to intervene. I told everyone they should not buy this product only. These people can not now so easy to do everything in my name, because they own the rights to some song.

Will you write soon an autobiography?

No, at least not in the way "I was there and then this happened and then I got to know the ..." - who cares? Should I explain why I'm such a "bad boy" was, and am not now? I can still be so "bad" as they like, but I need not prove it. But actually I'm working on a manuscript, it is more like a novel with autobiographical elements.

Why has no new album is being planned - because they distrust the quality of MP3?


Yes, I do not trust the quality of MP3 in the highest degree. We work so hard in the studio on a good sound and then you sit down on the headphones and it sounds just awful. Then indeed the whole work is in vain. If there a way the songs were in really good quality download, I would think it over. But people do not have the patience for 15 minutes to download a single song. No, under such circumstances, I would like to publish anything. I introduce new songs live.

They have always placed great emphasis on collaboration - your best cooperation?

Sometimes I can not believe I'm with Paul McCartney, not just one - but have worked in the same twelve songs. Twelve songs with Paul McCartney! My wife has already collaborated with him - my sons can claim that both parents were in the studio with a Beatle. Who is that? Burt Bacharach is such a legend and I felt very honored when he asked for cooperation. The artists have almost always asked me, I have not knocked on the door and Paul Burt. Recently I have taken the way a country song with Kris Kristofferson and Rosanne Cash - I hope it is published.

Even with your wife, Diana Krall, you have worked, as you can imagine this process?

I have not written in the classical sense to her, I was more a kind of lyrical helpers. As Diana's mother died, that was a very difficult time for them. She has written extensively diary and I work with these fragments in association with her songs. Their new album is the way the best work she's ever done. The wit and charm that she has on stage for a long time, is reflected also in their last recordings.

Did you also co-wrote this time?


No, with this album, she told me not to thank for much. I have played only a bit in the band, to be honest, I've loved only one band member to be and to have no responsibility. I was just the guy with the ukulele.

They have their roots in Liverpool. So now the inevitable final question: Who is your favorite Beatle?

Oh, I thought now they ask me who should train the next Liverpool. Working with Paul was unforgettable, I admire him very much. John, I have unfortunately never met, but that would have been certainly interesting ... George is also fantastic - oh, she knew very well that I would not answer this question.

Return to “Elvis Costello General Discussion”

Who is online

Users browsing this forum: Google [Bot] and 22 guests